Die Pädagogen der Ballettschule Benedict-Manniegel

Laurel Benedict-Manniegel, Direktorin der BBM
Laurel Benedict, ehemalige Primaballerina mit mehr als 20 Jahren Bühnenerfahrung, wurde in L.A., California geboren. Mit 14 Jahren tanzte sie ihr erstes Solo, Prélude, in dem Ballett Chopiniana. Zwei Jahre später erhielt sie ein Stipendium an der Schule des NYC Ballet im Julliard Center. Als 18- Jährige wurde sie in Mannheim als Solistin engagiert. Kurz darauf wurde sie als Halbsolistin unter John Neumeier an die Städtische Bühne Frankfurt unter Vertrag genommen, und schließlich, nach 2 Jahren, folgte sie ihm als Erste Solistin an die Hamburger Staatsoper. In Hamburg lernte sie ihren späteren Ehemann, Prof. Heinz Manniegel, kennen, der ihr in beiden Karrieren, als Balletttänzerin und später Ballettpädagogin als Lehrer und Mentor zur Seite stand.
Ab 1975 tanzte sie bei Rudi van Danzig zehn Jahre lang als Erste Solistin am Het National Ballet in Amsterdam, mit dem sie als Gastsolistin zahlreiche Vorstellungen in Paris, Athen, New York, Montreal, Monte Carlo usw gab und auf Tourneen quer durch Holland, Deutschland, die Schweiz und Kanada reiste. Von 1980 bis zum Ende ihrer tänzerischen Laufbahn, die sie 1987 nach einem dreijährigen Engagement am Münchner Gärtnerplatz Theater beendete, war sie gleichzeitig in Düsseldorf als permanente Gastsolistin der Deutschen Oper am Rhein verpflichtet.
Laurel Benedict tanzte sämtliche große Rollen des klassischen Ballettrepertoires, wie Schwanensee, Giselle, Dornröschen, Romeo & Julia und viele mehr, sowie zahlreiche moderne Werke, vor allem Choreographien von John Neumeier, sowie Hans van Manen, Peter Martins und John Taras und natürlich George Balanchine.
Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter begann ihre zweite Laufbahn als Schulleiterin und Ballettpädagogin: Seit 1991 führt sie ihre eigene Ballettschule in München, in der sie junge Talente vom Anfänger bis zum Absolventen ausbildet.

Prof. Heinz Manniegel, Ballettmeister und Choreograph
Heinz Manniegel begann seine tänzerische Ausbildung in klassischem Ballett und modernem Tanz an der Palucca- Schule in Dresden. Nach zwei Ausbildungsjahren besuchte er die Mary Wigman Schule in Berlin und setzte danach sein Studium an der Staatlichen Ballettschule Berlin fort, wo er es 1959 mit dem staatlichen Tänzerdiplom absolvierte. Sein erstes Engagement erhielt er an der Leipziger Oper, gefolgt von der Deutschen Oper Unter den Linden in Berlin. Weitere Engagements führten ihn nach Wuppertal, Köln und Hamburg. Er arbeitete u.a. mit großen Choreographen wie Gret Palucca, Aurel von Milosch, Maurice Béjart, George Balanchine, John Cranko, Peter van Dyck oder Erich Walter. 1966 wurde er als Ballettdirektor ans Stadttheater Bremerhaven berufen, wo er seine ersten abendfüllenden Choreographien schuf. Bald darauf arbeitete er am Stadttheater Bremen mit Johann Kresnik zusammen.
Nach kurzer Tätigkeit in Hannover und einigen Jahren internationaler Arbeit als Ballettmeister und Choreograph lernte er seine spätere Ehefrau Laurel Benedict in Hamburg kennen. Als diese als Primaballerina ans Het National Ballet in Amsterdam engagiert wurde, folgte er ihr, nachdem Rudolf Nureyev, der dama
ls in Holland gastierte, Rudi van Danzig die entscheidende Empfehlung gegeben hatte, als Ballettmeister in die Company. Somit arbeitete er ab 1976 als Ballettmeister am Het National Ballet, als Lehrer und Supervisor an der Ballettakademie in Amsterdam und wurde Beamter auf Lebenszeit. 1982 folgte der Ruf als Professor an die Hochschule für Musik und Theater München, wo er die Männerabschlussklasse unterrichtete und als Hauschoreograph der Heinz-Bosl-Stiftung zahlreiche Choreographien schuf, die national und international bekannt wurden. U.a. entstanden dort Werke wie Es gibt zu denken, Carmina Burana, Hermann oder Folias, die heute von der B&M Dance Company getanzt werden und zu den Publikumslieblingen im Manniegel- Repertoire gehören.
Seit 2001 widmet sich Heinz Manniegel als Pädagoge und Choreograph der Ballettschule Benedict-Manniegel und der B&M-Dance Company in München. Seit 2008 unterrichtet er dort auch die Klasse der Pädagogik-/Methodikausbildung nach der russischen Waganowa- Methode.
Ada Ramzews

Begann ihre Ausbildung 2000 mit einem Stipendium an der Ballettakademie/ Hochschule für Musik und Theater in München. 2003 verließ sie die Hochschule und besuchte von September bis Oktober 2003 die Iwanson Schule München. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung in klassischem und modernem Tanz an der Privaten Ballettakademie Benedict-Manniegel München fort, wo sie 2008 die Ausbildung mit Schwerpunkt Moderner Tanz abschloss. Parallel dazu absolvierte sie bei Professor Heinz Manniegel die Ausbildung zur Ballettpädagogin nach dem Lehrsystem der russischen Waganowa-Methode. Seit Oktober 2008 studiert sie zudem Literaturwissenschaften an der FernUniversität Hagen. Als Assistenz der Schulleitung führt sie organisatorische Tätigkeiten aus.
Seit September 2006 unterrichtet sie in der BBM eine Förderklasse im Rahmen des Isar- Ausbildungsprogramms und mehrere Kinderklassen der Unterstufe in klassischem Ballett sowie seit September 2009 die Förder- und Ausbildungsklassen in Modernem/Zeitgenössischem Tanz. Ada Ramzews besuchte diverse Modern-Unterrichte unterschiedlicher Stilrichtungen ( z.B. Graham Technik, Limón Technik ...) und wirkt als Assistenz Heinz Manniegels bei der Einstudierung seiner Choreographien mit.
Neben ihrer Lehrtätigkeit tanzt sie als Solistin der B&M Dance Company in klassischen Balletten, z.B. Paquita, La Bayadère, Variation aus Esmeralda u.a., vor allem aber in den stilverschiedenen zeitgenössischen Choreographien von Heinz Manniegel: Soli in Carmina Burana, Folias, Es gibt zu denken/ Klezmer, So süß der Schmerz, Teufelstrillersonate, Lieder ohne Worte oder Bolero u.v.a.
Andrej Matinkin

Andrej Matinkin wurde an der Waganowa Akademie in St. Petersburg zum Tänzer und Pädagogen ausgebildet. Als Solist tanzte er beim Eiffmann-Ballett. Anschließend folgte ein Engagement als Solist ans Staatliche Ballett- und Operntheater in St. Petersburg, wo er 18 Jahre lang unter Vertrag stand. Andrej Matinkin tanzte die Hauptrollen in klassischen und modernen Balletten.
Seit 2001 ist er als Pädagoge für die Fächer Klassisch, Spitze, Pas de Deux, Charakter und Methodik am Ballettförderzentrum Nürnberg tätig. Als permanenter Gastdozent unterrichtet er an der BBM die Fächer Pas de Deux, Repetoire und Charaktertanz. Als Gastchoreograph profitieren die Schüler der Charaktertanzklassen von seinen Choreographien. Zudem ist er als einer der Repetitoren unserer Schule für die Einstudierung klassischer Werke zuständig.
Anna Villadolid
Anna Villadolid erhielt ihre Ausbildung zur Balletttänzerin an der Hochschule für Musik und Theater / Ballettakademie München. Beim Bayerischen Staatsballett tanzte sie von 1984 bis 2003 als Solistin, 1989 avancierte sie zur Ersten Solistin. Schon während ihrer Ausbildungszeit erkannte sie die Effektivität der Pilates- Methode und integrierte später regelmäßige Trainingseinheiten (bei Christin Kuhnert) in ihren Berufsalltag als professionelle Tänzerin. Schließlich widmete sie sich nach der Beendigung ihrer aktiven Tänzerlaufbahn 2003 der Ausbildung zur diplomierten Pilates- Trainerin am Center Circle Pilates Studio und belegte zahlreiche weiterführende Seminare und Kurse u.a. mit Andreas Risch und Jennifer Bury. Sie ist Mitglied des Pilates Dachverbandes Europa und des Vereins TaMed Deutschland.
Seit 2007 unterrichtet Anna Villadolid die Pilates- Methode an der BBM.
Cornelia Mißelbeck 
Cornelia Mißelbeck wurde an der Ballettschule Benedict-Manniegel in den Fächern Klassischer Tanz, Repertoire, Spitze, Modern- und Jazztanz sowie National-/Charaktertanz ausgebildet (Abschluss 2003). Zudem absolvierte sie 2004-2007 eine Ausbildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin und nahm an der Weiterbildung für kreativ-künstlerischen Kindertanz "Tanzkunst in der Schule" an der TU München erfolgreich teil. Seit 2007 arbeitet sie als Gymnastiklehrerin beim TSV Nymphenburg Neuhausen.
Bühnenerfahrung sammelte sie in diversen Produktionen, z.B. in einer Operette am Stadttheater Erding, 2002 als Halbsolistin in "der Feuervogel" in Erding, sowiesolistisch in zahlreichen Balletten Heinz Manniegels im Rahmen der OpusM- Vorstellungen.
Cornelia Mißelbeck unterrichtet seit 2008 die Kinder der Vorbereitungsklassen und der Unterstufe an der BBM. Zusätzlich zu ihrer pädagogischen Tätigkeit tanzt sie solistisch in Produktionen der B&M Dance Company.
Gastdozenten
Ursula Kirsten-Collein
Ursula Kirsten-Colein absolvierte ihre Ausbildung bei der damaligen Direktorin der Deutschen Staatsoper Berlin, Tatiana Gzovsky, die sie 1950 als Tänzerin engagierte. 1953 erhielt sie als eine der ersten Tänzer nicht-russischer Herkunft einen Studienplatz am Staatlichen Choreographischen Institut in Leningrad, wo sie das fünfjährige Studium 1958 mit dem "Diplom des Instituts" abschloss. Anschließend kehrte sie an die Deutsche Staatsoper Berlin zurück und wirkte zusätzlich als Ballettmeisterin und Repetitorin. Parallel dazu nahm sie 1958 ihre Arbeit an der Staatlichen Ballettschule Berlin auf, wo sie von 1961 bis 1971 als künstlerisch- methodische Leiterin tätig war. Mit ihrer Übersetzung des Lehrbuches "Schule des Klassischen Tanzes" ihrer Lehrerin Vera S. Kostrovitzkaja, die eine Assistentin Aggrippina Waganowas war, macht sie das traditionsreiche künstlerisch-methodische Erbe sowjetisch- russischer Ballettkunst für deutschsprachige Pädagogen zugänglich.
Ursula Kirsten-Collein bereichert die Schüler/innen der BBM mit ihrem umfangreichen Wissen über die russische Ballettmethode und das komplexe klassische Ballettrepertoire. In Seminaren und Workshops erteilt sie seit 2004 Unterricht in Ballettmethodik, Klassisches Ballett (Training) und Variation/Ballettrepertoire.
Prof. Hans- Joachim Metz
Ausbildung zum Bühnentänzer an der Ballettschule Leipzig. Erstes Engagement als Tänzer an der Staatsoper in Dresden 1965. Studium für Tanzpädagogik in Moskau und St. Petersburg (Waganowa- Akademie) – Diplom 1976. Danach Dozent an der Palucca- Schule Dresden. Gasttätigkeitem als Pädagoge für Klassischen Tanz an der Semperoper Dresden, Ballettakademie Riga, Hamburger Staatsoper, Bayerisches Staatsballett, Staatstheater am Gärtnerplatz. Seit 1990 an der Hochschule für Musik und Theater München.
Im Rahmen des BBM-Sommerworkshop 2010 unterrichtete Prof. Metz fortgeschrittene Schüler/innen im Fach Klassisches Ballett.
Anita Barth
Wurde 1952 an der Bayerischen Staatsoper, wo sie auch ihr erstes Engagement erhielt, zur klassischen Tänzerin ausgebildet. Es folgten Engagements als Erste Solistin an die Städtischen Bühnen Wuppertal, Gärtnerplatztheater München sowie als Solistin ans Bayerische Staatsballett und an die Deutsche Oper Berlin. Sie tanzte Hauptrollen in "Schwanensee", "Romeo und Julia", "Dornröschen", "Petruschka", "Feuervogel", "Apollon Musgète", "Symphony in C" uvm. Von 1975 bis 1996 leitete sie eine vielfach ausgezeichnete Ausbildungsstätte für klassischen Tanz. Seit 2006 ist sie an der About Dance Academ/ Starnberg tätig, wo sie unter anderem Proben und Trainings zusammen mit Nicolai Georgiew leitet.
An der BBM unterrichtet sie im Rahmen von Workshops Klassisches Ballett und Kniaseff- Training.
Teresa María Martín Fernández
Schloss ihre professionelle Ausbildung in Klassischem Spanischen Tanz mit 14 Jahren in der Tanzschule Terpsicore in Cartagena, Murcia/ Spanien ab und begann daraufhin mehrmals wöchentlich in ihrer Tanzschule und in der Umgebung Tanzstunden zu geben. Sie nahm Unterricht in Flamenco und Klassischem Spanischen Tanz bei Carmen Rubio und Lola Juan und bei den berühmten Flamenco Tänzern Merche Esmeralda und Christóbal Reyes. Mit 18 Jahren gründete sie die Flamencogruppe "Aires de Levante".
Seit März 2007 unterrichtet Teresa María Martín Fernandez im Rahmen von Seminaren und Workshops Klassischen Spanischen Tanz an der BBM.
Damien Liger
Damien Liger absolvierte seine Tanzausbildung in Genf bei B. Consuelo am "École de danse de Genève". Anschließend wurde er ans Stadttheater Bern engagiert, 1994 gefolgt vom Staatstheater Braunschweig, wo er 1996 zum Solotänzer avancierte. Ab 1998 folgten verschiedene Gastverträge am Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Stuttgart und Genfer "Grand Théâtre" bis er 2000 Mitglied des BalletTheaterMünchen (Staatstheater am Gärtnerplatz) wurde. Er wirkte in Choreographien von William Forsythe, Jirí Kylián, Oscar Araiz, Rui Horta, Jean- Christophe Maillot, Ohad Naharin uvm. Seit 2005 arbeitet er als freiberuflicher Tänzer und Choreograph und war u.a. am Staatstheater am Gärtnerplatz, Landestheater Coburg und der Bayerischen Staatsoper München tätig. Als Gastsolist tanzt er seit mehreren Jahren die Choreographien Heinz Manniegels wie Hermann, Carmina Burana, Es gibt zu denken/ Klezmer. Im März 2008 gab er mit dem Opus m Ensemble (heute B&M Dance Company) ein Gastspiel in San Diego/ Kalifornien.
Im Schuljahr 2008/2009 unterrichtete Damien Liger die Ausbildungsschüler der BBM in Modernem Tanz.
Katharina Neuweg
Von 1989 bis 1997 besuchte sie die Ballettschule des Österreichischen Bundestheaters unter der Leitung von Michael Birkmeyer, im Anschluss daran war sie zwei Jahre Mitglied des Ballettensembles der Volksoper Wien. Es folgten Engagements an der Transition Dance Company (Laban Center London), solistisch am Ballett des Tiroler Landestheaters sowie von 2003 bis 2006 am Gärtnerplatztheater München (Leitung Philipp Taylor). Seit 2006 ist sie als freischaffende Tänzerin und Choreographin tätig (zB 2006 "Il Viaggio" München i-Camp, 2008 "Traumspiel - Sisi und Heine"). Seit 2007 studiert sie parallel an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Günther Förg.
An der BBM unterrichtet sie seit Sommer 2008 im Rahmen von Workshops das Fach Modern Dance.
Sophie Abrioux
Sophie Abrioux schloss ihre Ausbildung am Conservatoire Supérieur de Paris CNR 1999 ab. 1997 erhielt sie den ersten Preis für lasssichen und Modernen Tanz am École- Atélier Rudra Béjart/ Lausanne. Sie war bis 2007 Mitglied des BalletTheaterMünchen / Gärtnerplatztheater unter der Leitung Philip Taylors. Dort begann sie 2004 mit choreographischer und pädagogischer Arbeit, seit 2007 ist sie als freiberufliche Tänzerin und Lehrerin tätig.
Im Sommerworkshop 2009 unterrichtete Sophie Abrioux erstmals das Fach Modern Dance an der BBM. Beim Sommerworkshop 2010 war sie erneut zu Gast.
